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Das Islandpferd ist eine aus Island stammende Ponyrasse, die dank ihres kräftigen Körperbaus auch von Erwachsenen geritten werden kann. Ponys, die in Island geboren wurden und einmal die Insel verlassen haben, dürfen (zur Vermeidung von Krankheiten) nicht wieder nach Island zurück.

Exterieur Bearbeiten

stämmiger Körper, üppiger Behang, ausdrucksvoller Kopf mit großen Augen

Geschichte Bearbeiten

Bis etwa 1926 wurden Islandpferde in Island als Reit- und Lasttiere benötigt, weil es noch kein Straßennetz gab. Dieser Leistung gedachten die Isländer, als sie in Reykjavík ihrem Lastpferd ein Denkmal setzten. Die isländische Pferdezucht erlebte anschließend einen Niedergang. Ende der vierziger Jahre wurde jedoch die Wende geschafft und das nahezu ausschließliche Zuchtziel „Reitpferd“ etablierte sich. In den 50er und 60er Jahren erlebte das Islandpferd einen Export-Boom. Hauptmarkt war Deutschland, wo der Isländer als Freizeitpferd besondere Beliebtheit gewann, woran die Immenhof-Filmreihe, basierend auf Werken der Autorin Ursula Bruns, spätere Herausgeberin der Fachzeitschrift „Pony Post/ Freizeit im Sattel“, maßgeblich beteiligt war. Später entwickelte sich die Priorität der Zucht und Reiterei in Deutschland hin zu dem Gangpferd, das wir heute kennen. Die Zielsetzung eines vielseitigen, kompakt gebauten Geländereitpferdes „für die ganze Familie“ trat demgegenüber in den Hintergrund, woran auch die steigende Preisentwicklung beteiligt war. 1967 wurde der Bundesverband IPZV e.V. gegründet.

Isländer in Island Bearbeiten

Isländische Bauern züchten bis heute hauptsächlich Pferde und Schafe. Große Teile der Herden weiden im Sommer ohne Aufsicht im Hochland, bevor sie im September zu Pferd wieder zurückgetrieben werden.

Die Pferde dienten von je her der Fleischgewinnung. Nur etwa 40 Prozent der gezüchteten Pferde werden in der Zucht oder als Reitpferde eingesetzt.

Pferd oder Pony Bearbeiten

Im Isländischen gibt es nur das Wort hestur für Pferd und mangels anderer Rassen auf der Insel ist eine weitere Unterscheidung nicht nötig. In Island zieht man die Bezeichnung Islandpferd vor. Isländer gelten morphologisch von der Rasseherkunft und Größeneinteilung her international als Ponyrasse. In Deutschland gibt es jedoch die Bezeichnung Kleinpferde, zu welchen die Islandponys gezählt werden dürfen.