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Ein Gestüt (veraltet auch Stuterei) ist ein landwirtschaftlicher Betrieb, der sich auf die Pferdezucht spezialisiert hat.

Findet die Vermehrung unkontrolliert innerhalb der Herde statt, spricht man von einem wilden Gestüt.

Bekannte Gestüte Bearbeiten

Name Gründung Standort Zucht
Der Marstall des Klosters Einsiedeln 1064 Schweiz
Das Nationalgestüt Kladruby nad Labem 1579 Tschechien Kladruber
Das Gestüt Lipica 1580 Slowenien Lipizzaner
Das Nationalgestüt Le Pin 1715 Frankreich
Das ehemalige preußische Hauptgestüt Trakehnen 1731 Ostpreußen Trakehner
Das Gestüt Bábolna 1789 Ungarn Araber

Arten der Gestüte Bearbeiten

Ein staatlich betriebenes Gestüt der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet man je nach Ausprägung als LandgestütHauptgestüt oder Haupt- und Landgestüt. Der Begriff Hofgestüt war einst gebräuchlich für staatliche Gestütsbauten.

Landgestüt Bearbeiten

Ein Landgestüt hat die Aufgabe, Pferdezüchtern hochwertige Hengste (sogenannte Landbeschäler) zur Verfügung zu stellen. In Landgestüten wird keine eigene Zucht betrieben, sondern es werden lediglich Hengste für die Privatzucht zur Verfügung gestellt. 

Hauptgestüt Bearbeiten

Staatlich geführte Gestüte die Hengste, Stuten und Fohlen halten, werden als Hauptgestüte bezeichnet. Werden die in einem Hauptgestüt aufgestellten Hengste – sogenannte Hauptbeschäler – auch wie auf einem Landgestüt Privatzüchtern zur Verfügung gestellt, so wird das Gestüt als Haupt- und Landgestüt bezeichnet.