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Das Dülmener Wildpferd ist eine Ponyrasse, die überwiegend in Dülmen (Westfalen) im Merfelder Bruch, einem rund 350 Hektar großen Naturschutzgebiet, lebt. Dort leben etwa 300 bis 400 Pferde weitgehend unbeeinflusst vom Menschen (halbwild). Außerhalb des Geländes lebende Pferde werden nicht als Dülmener Wildpferd, sondern als Dülmener bezeichnet.

Exterieur Bearbeiten

wenig ausgeprägter Widerrist , schräge Schulter, kurzer, leicht gebogener Hals, breite Stirn, kleine Ohren, gerader oder leicht konkaver Nasenrücken, kleine Hufe

Geschichte Bearbeiten

Durch fortschreitende landwirtschaftliche Intensivierung bisher kaum genutzter Gegenden im 19. Jahrhundert schränkte man den Lebensraum für wilde Pferde immer mehr ein. Vermutlich wären auch die Dülmener Pferde nicht zu erhalten gewesen, wenn nicht Alfred von Croÿ 1847 zwanzig wildlebende Pferde hätte einfangen lassen und auf dem 132 Morgen (etwa 33 Hektar) großen Gelände der Wildpferdebahn im Merfelder Bruch für ihre Erhaltung gesorgt hätte. Hinzu kam der gesamte Restbestand von 200 Emscherbrücher Pferden, der nach der Auflösung der dortigen Wildbahn entlang der Emscher zwischen Waltrop und Bottropeingefangen und nach Dülmen gebracht wurde. .

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Dülmener Pferde weniger einheitlich und kamen in verschiedenen Farben und mit verschiedenen Abzeichen vor. Um die Folgen möglicher Inzucht bei diesem ursprünglich sehr kleinen Bestand zu minimieren und in der Absicht, die Rasse dem Zuchtziel entsprechend als kleine Pferderasse zu erhalten, wurde mit der Einzüchtung von anderen Ponyrassen begonnen. Anfänglich verwendete man Welsh-Ponys, später auch Ponys aus der Mongolei und aus Exmoor sowie Huzulen und vor allem ab 1957 polnische Koniks.

Da seit 1984 nur noch graufalbe Hengste eingekreuzt werden, hat diese Farbe im Bestand stark zugenommen.