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Andalusier sind eine in Spanien gezüchtete Pferderasse. Im Zuchtbuch eingetragene Pferde gehören zur Pura Raza Española, der „Reinen Spanischen Rasse“, kurz PRE.

Exterieur Bearbeiten

Mit einem mittelgroßen, kompakten und muskulösen Rumpf mit harmonischer Oberlinie sind die Bewegungen des Andalusiers durch Eleganz und große Sprungkraft geprägt. Der edle, trockene Kopf weist ein gerades oder subkonvexes Profil auf, der Hals ist kräftig und hoch aufgesetzt, der Rücken ist eher kurz, die Schulter schräg. Das Fundament ist trocken, manchmal etwas leicht, bei einer gut bemuskelten Hinterhand.

Geschichte Bearbeiten

Bis vor wenigen Jahren glaubte man an eine enge Verwandtschaft zwischen Andalusiern und arabischen Pferden. Jedoch wurde nun bei genetischen Tests bewiesen, dass das iberische Pferd vom Urtyp des Sorraia-Pferdes abstammt. Allerdings wird bis heute noch versucht, die Pferderasse mit arabischen Vollblütern und Berbern zu veredeln.

In Jerez de la Frontera in Andalusien begann im 15. Jahrhundert eine eigene, vom Königshaus und einflussreichen Adligen geförderte Pferdezucht der Kartäusermönche. Dies gilt als Beginn der Zuchtgeschichte der berühmten spanischen Kartäuserpferde (Cartujanos), die zu den PRE-Pferden gehören und als besonders edle Unterrasse des Andalusiers gelten.

Die Pferdezucht ist in Spanien stark fragmentiert und wird praktisch ausschließlich durch kleine Privatzüchter betrieben, die jeweils eigene Brandzeichen verwenden. Es gibt ca. 3500 solcher Brandzeichen. An iberischen Rassen wird in Spanien neben dem meist weißen Andalusier[1] noch der (stets schwarze) reinrassige Menorquiner (Pura Raza Menorquina, kurz PRM) gezüchtet, für den es seit 1989 eigene Zuchtbücher gibt. Diese Pferde galten früher als Unterrasse des PRE. Die von spanischen Züchtern als Tres Sangres („Dreiblüter“) bezeichneten Pferde stellen hingegen keine eigene (Unter-)Rasse dar, sondern diese Angabe drückt nur aus, dass hier drei unterschiedliche Rassen gekreuzt worden sind (meist Andalusier, Vollblutaraber und Englisches Vollblut). Als „Hispano-Araber“ werden spanische Pferde mit Vollblutaraber-Einfluss bezeichnet.

Ab dem Jahre 1912 wurde die Zucht des P.R.E. und des Lusitano in einem gemeinsamen Zuchtbuch unter dem Namen „Andalusier“ geführt. 1967 trennten sich die Zuchten in die beiden Richtungen Puro Sangue Lusitano und Pura Raza Española. Die Verwandtschaft beider Rassen ist bis heute gut erkennbar.