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Der Achal-Tekkiner  zählt zu den ältesten Pferderassen der Welt. Durch Isolation auf Wüstenoasen und das wasserarme Wüstenklima auf extreme Härte ausgerichtet, gilt er als besonders geeignet für schwierige Distanzstrecken.

Die Rasse trägt ihren Namen aufgrund des Herkunftsgebietes, der Oasengruppe Achal-Teke. Teke nannte sich ein in diesem Gebiet lebender Stamm der Turkmenen. Die Bezeichnung Achal ist heute auf die zentrale Provinz des Landes Ahal welaýaty übergegangen.

Exterieur Bearbeiten

Der Achal-Tekkiner hat ein sehr markantes Aussehen, das ihn von anderen Pferderassen deutlich unterscheidet: Langbeinig und mit langem Rücken, der Kopf ist edel geformt, mit oft mandelförmigen Augen und hoch angesetztem Genick. Langer Rücken mit einer leicht abfallenden Kruppe. Trockene Beine, harte Hufe und außergewöhnliches Durchhaltevermögen zeichnen ihn aus. Eine Besonderheit ist das metallic-schimmernde Fell mit einer großen Farbvielfalt.[1]

Geschichte Bearbeiten

Die Achal-Tekkiner sind hochnoble Vertreter einer über 2.000 Jahre alten Zucht. Die Eleganz ihrer Bewegungen und das besondere Aussehen üben auf den Betrachter eine große Faszination aus.  Häufig werden diese Pferde als Windhunde unter den Pferderassen bezeichnet. Die Achal-Tekkiner sind nachweislich eine der ältesten Pferderassen der Welt und Mitbegründer der Vollblüter. Durch Kriege, Handel und Wanderungen verbreiteten sich die edlen, markanten Pferde fast in der ganzen damals bekannten Welt.  Das turkmenische Volk konnte unter der zaristischen Kolonialherrschaft nicht sehr viel zur Bewahrung seiner bekannten Pferde tun. Engagierte Pferdeleute erkannten die bedrohliche Situation und retteten die noch vorhandenen Pferde für die Zucht. Ein zäher Überlebenskampf der Rasse begann Ende des 19. Jh. und hatte mit dem historischen Ritt Aschchabad-Moskau 1935 seinen Höhepunkt. Über 4.300 km, davon fast 1.000 km durch menschenleere Wüstengebiete, ritten verzweifelte Kolchosbauern der turkmen. Republik in 43 Tagen nach Moskau um auf die schlimme Situation der Achal-Tekkiner aufmerksam zu machen. Noch während des Rittes wurde ein Plan zur Entwicklung der Tierzucht in Turkmenien beschlossen und somit die Weichen zum Erhalt dieser einzigartigen und wertvollen Rasse beschlossen. Selbst heute gibt es weltweit lediglich ca. 3.000 Achal-Tekkiner.

Nachweisliste Bearbeiten

  1. https://www.pferde-mensch.de/deutsch/achal-tekkiner/